Verantwortungsvolles Spielen
Glücksspiel darf niemals als Einkommensquelle verstanden werden. Informieren Sie sich hier über Prävention, Selbstkontrolle und Hilfsangebote im Jahr 2026.

Wichtiger Hinweis zum Schutz von Minderjährigen und Betroffenen
Die Teilnahme an Glücksspielen ist Minderjährigen gesetzlich verboten. Glücksspiel birgt erhebliche Risiken für die finanzielle Existenz und die psychische Gesundheit. Spielen Sie nur mit Beträgen, deren vollständigen Verlust Sie problemlos verkraften können.
1. Grundregeln für sicheres Spielverhalten
Online-Glücksspiele dienen der Freizeitunterhaltung und sind kein Mittel zur Schuldentilgung oder zum Vermögensaufbau. Wer an Online-Slots oder Tischspielen teilnimmt, sollte sich an klare Grundsätze halten:
- Budget festlegen: Bestimmen Sie im Vorfeld ein monatliches Verlustlimit, das Sie unter keinen Umständen überschreiten.
- Keine Verlustjagd: Versuchen Sie niemals, erlittene Verluste durch höhere Einsätze oder unüberlegte Einzahlungen zurückzuholen.
- Zeitlimits setzen: Begrenzen Sie die Spieldauer pro Sitzung und legen Sie regelmäßige Spielpausen ein.
- Niemals unter Alkoholeinfluss spielen: Vermeiden Sie Glücksspiel in emotional belasteten Situationen oder unter dem Einfluss von Rauschmitteln.
- Boni nüchtern betrachten: Auch ein Bonus ohne Einzahlung verpflichtet oft zu erheblichem Einsatz, bevor Gewinne ausgezahlt werden können.
2. Anzeichen für problematisches Spielverhalten
Die Grenze zwischen Freizeitspiel und pathologischem Spielverhalten verläuft oft schleichend. Typische Warnsignale sind:
Verlust der Zeit- und Geldkontrolle
Sie spielen länger als geplant oder geben mehr Geld aus, als für das Freizeitbudget vorgesehen war. Andere finanzielle Verpflichtungen werden vernachlässigt.
Geheimhaltung und sozialer Rückzug
Sie verheimlichen gegenüber Familie oder Freunden das tatsächliche Ausmaß Ihrer Einsätze oder lügen über Gewinne und Verluste.
Gedankliche Fixierung
Das nächste Spiel, Bonuscodes oder Verlustaufholstrategien beherrschen Ihre Gedanken im Alltag, bei der Arbeit oder in Ruhephasen.
Geldbeschaffung durch Kredite
Es werden Schulden aufgenommen, Wertgegenstände veräußert oder Rechnungen aufgeschoben, um weiteres Spielguthaben zu finanzieren.
3. Technische Schutzfunktionen der lizenzierten Casinos
Seriöse Online-Casinos stellen ihren Nutzern automatisierte Spielerschutz-Tools zur Verfügung, die Sie direkt in den Kontoeinstellungen aktivieren können:
- Einzahlungs- und Einsatzlimits: Begrenzung pro Tag, Woche oder Monat.
- Verlustlimits: Automatischer Spielstopp bei Erreichen eines definierten Maximalverlustes.
- Sitzungs-Timer (Reality Check): Regelmäßige Hinweise auf die verstrichene Spieldauer.
- Temporäre Abkühlphase (Cool-off): Kontosperre für 24 Stunden, 7 Tage oder 30 Tage.
- Endgültiger Selbstausschluss: Vollständige Sperrung des Kontos auf unbestimmte Zeit.
4. Anlaufstellen für Beratung und Hilfe in Deutschland
Wenn Sie oder Angehörige das Gefühl haben, dass das Spielverhalten außer Kontrolle gerät, gibt es kostenlose und anonyme Hilfsangebote:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA):
Telefon: 0800 1 37 27 00 (kostenlos und anonym aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz)
Webportal: www.check-dein-spiel.de
Anonyme Spieler (Gamblers Anonymous):
Selbsthilfegruppen für Betroffene in zahlreichen Städten.
Web: www.anonyme-spieler.org
Häufige Fragen zum Spielerschutz
In Deutschland lizenzierte Glücksspielanbieter sind an das zentrale Spielersperrsystem OASIS angeschlossen. Ein Selbstausschluss kann direkt über das Regierungspräsidium Darmstadt oder bei jedem legalen Anbieter beantragt werden und gilt anbieterübergreifend.
Nein. Zwar wird zu Beginn kein eigenes Geld eingezahlt, doch können Spielanreize und der Wunsch nach Freispielen von Gewinnen dazu verleiten, später eigene Beträge nachzuschießen. Auch Freispiele erfordern Disziplin.
Angehörige finden bei der BZgA sowie bei regionalen Suchtberatungsstellen spezielle Gruppen und Beratungsgespräche, um den Umgang mit betroffenen Familienmitgliedern zu bewältigen.